Generalvikar Pfeffer wird Mitglied in neuem Entscheidungsorgan für die Kirche in Deutschland

Auf der Agenda des neuen Verbandsrats stehen Fragen zur künftigen Finanzierung und Organisation gemeinsamer Aufgaben der katholischen Bistümer – unter anderem ein fairer Lastenausgleich zwischen reicheren und ärmeren Diözesen. Damit bekommt der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ein neues zentrales Beratungs- und Entscheidungsorgan.

Der Verband der Diözesen Deurschlands (VDD) übernimmt für die deutschen Bistümer gemeinsame rechtliche und wirtschaftliche Aufgaben

Nun haben sich die Bistümer auf eine Neuorganisation verständigt - wichtigstes Ergebnis ist ein neuer Verbandsrat als zentrales Steuerungsorgan zwischen den Vollversammlungen

Der Verbandsrat wird grundsätzlichen Fragen und Herausforderungen der katholischen Kirche in Deutschland diskutieren, unter anderem die solidarische Finanzierung gemeinsamer Aufgaben und gemeinsame Rechtstehemen wie Arbeitsrecht und Datenschutz

Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer wird künftig Mitglied im zentralen Beratungs- und Entscheidungsorgan für die Verwaltung der katholischen Kirche in Deutschland. Gemeinsam mit 17 weiteren Generalvikaren, Bischöfen und Finanzdirektoren verschiedener deutscher Bistümer sowie weiteren Mitgliedern bildet Pfeffer künftig den neu geschaffenen Verbandsrat im Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), der für die 27 deutschen Bistümer vor allem gemeinsame rechtliche und wirtschaftliche Aufgaben übernimmt.

Der neue Verbandsrat ist das wichtigste Ergebnis einer jetzt beschlossenen Umstrukturierung des VDD, die unter anderem eine bessere Zusammenarbeit mit den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz zum Ziel hatte. Der Rat soll künftig mindestens dreimal jährlich tagen und eine zentrale Steuerungsfunktion im VDD übernehmen. So soll er auch die Vollversammlung des Verbands entlasten.

Nach seiner Konstituierung im Frühjahr 2020 wird sich der Verbandsrat mit grundsätzlichen Fragen und Herausforderungen der katholischen Kirche in Deutschland befassen, vor allem in den Bereichen Finanzen und Recht. Unter anderem steht eine mittel- und langfristige Aufgabenklärung auf der Agenda im Blick auf ein intensiveres gemeinsames Handeln der Bistümer und die Erarbeitung einer entsprechenden Haushaltsstrategie. Im Fokus steht dabei die künftige Finanzierungsstruktur der Kirche auf Bundesebene. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie künftig eine faire und solidarische Lastenverteilung zwischen reicheren und ärmeren Bistümern gestaltet werden kann, auch mit Blick auf die Zukunft des bisherigen Strukturbeitrags, mit dem westdeutsche Bistümer die Diözesen in Ostdeutschland unterstützen.

Darüber hinaus dürfte der Verbandsrat künftig über tragfähige Perspektiven für die betriebliche Altersversorgung der kirchlichen Mitarbeiter in der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) diskutieren. Zudem wird es darum gehen, wie der VDD durch die Bündelung von Ressourcen rechtliche, wirtschaftliche, administrative und technische Dienstleistungen für die (Erz-)Diözesen anbieten kann. Und es steht eine Klärung an, in welchem Umfang und mit welchem Inhalt die katholische Kirche in Deutschland in Zukunft ihre grundgesetzlich zugestandenen Autonomiebereiche eigenständig ausfüllen kann und will, zum Beispiel in den Bereich des Arbeits- und des Datenschutzrechts.

Neben Generalvikar Klaus Pfeffer sind unter anderem die Kardinäle Reinhard Marx (München) und Rainer Maria Woelki (Köln) Mitglied des Verbandsrats, außerdem Bischof Felix Genn aus Münster sowie Thomas Sternberg und Hildegard Müller als Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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